Heidi Töpfer/ Januar 15, 2019/ 2019, Baum des Jahres/ 0Kommentare

Baum des Jahres Flatterulme

Während bei den Griechen die Ulmen als Symbol von Tod und Trauer galten, waren sie in der germanischen Mythologie Teil des Schöpfungsaktes, da Esche = Mann und Ulme = Frau die Stammeltern der Menschheit in der Edda symbolisierten.

In Irland sollen Elfen in der Nähe von Ulmen sehr aktiv sein! Kein Wunder, dass Ulmenstandorte als Kraftplätze betrachtet wurden. Überlieferungen berichten, dass die Ulme sogar vor Blitzschlag schützen soll.


Als beliebter Park Baum fand man sie jahrhundertelang im Stadtbild wie auf herrschaftlichen Anwesen. Durch das „Ulmensterben“, dessen Hauptgrund ein Borkenkäfer sein soll, sind die mehr als 150 Arten der Ulme nunmehr vor allem im Flachland in Gefahr und die heute leider fast unbekannte Flatter-Ulme wurde zum Baum des Jahres 2019 gekürt. Diese wird bis zu 30 m hoch und entwickelt sogenannte Brettwurzeln, die den Fuß wie eine Konsole abstützen. Dadurch können die Wurzeln nach dem Fällen neu austreiben. Die Flatter-Ulme hat eine Lebensspanne von bis zu 250 Jahren!


Da die Ulme allgemein als besonders intuitiver Baum gilt, vom Geist der Empathie und des Mitleids beseelt, ist es kein Wunder, dass sie im Baumhoroskop (12.01. bis 24.01. und 15. Juli bis 25. Juli) für eine Person von edler Gesinnung steht.

Solche Menschen sind treu, optimistisch, ehrlich und geborene Führernaturen. Auch viele Dichter sollen in den Tagen der Ulme geboren worden sein, was für Kreativität und Schöngeist spricht.


Ulmengeborene sind optimistische, selbständige Menschen, denen Gerechtigkeit am Herzen liegt.

Das sieht man in Südfrankreich, wo die Ulme die Stellung der germanischen Linde als Baum der Gerechtigkeit (des Gerichts) einnimmt. Auch in den USA feiert man Ulmen als Freiheitsbäume, so wurden z.B. im Unabhängigkeitskrieg rebellierende Engländer an Ulmenbäumen aufgehängt.


Aus diesem Grunde sieht man auch viele Ulmen auf Friedhöfen. Sie sind Symbole der Macht (des Todes und der Gerechtigkeit). Auch Särge wurden bzw. werden gerne noch aus Ulmenholz hergestellt, dessen Preis jedoch in die Höhe schnellt. Ulmenholz, auch „Rüster“ genannt, gilt als leicht zu bearbeiten, witterungsbeständig und sehr stabil, so dass es gerne für Treppen und Brücken verwendet wurde.


Auch in der Naturmedizin hat die Ulme ihren festen Platz: Ihre Rinde bekämpft Entzündungen und Durchfallerkrankungen, ihre Früchte sind essbar und werden in der traditionellen chinesischen Medizin angewandt.

Als Bachblütenextrakt Nr. 11 unterstützt sie Menschen, die sich ihrer Aufgabe nicht gewachsen fühlen, bekämpft Stress-Situationen und wirkt Burnout-Zusammenbrüchen entgegen.

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