Heidi Töpfer/ Februar 7, 2018/ Vogel des Jahres/ 0Kommentare

Astro-Kreis 2018

Schon in unserem alten, deutschen Kinderlied “Amsel, Drossel, Fink und Star” seit Jahrzehnten besungen, um den Frühling herbeizulocken, glänzt der Star nicht nur mit seinem prächtigen Gefieder und seinem Gesang, sondern vor allem mit seinem Talent, auch den Gesang anderer Vögel nachzuahmen. 

Diese Fähigkeit ist bei europäischen Vögeln einzigartig und macht ihn schon besonders. Auch die synchronen Schwarmbewegungen beeindrucken uns Menschen jedes Jahr aufs Neue. Vor vielen Jahrhunderten waren es unter anderem Schwärme von Staren, welche die Druiden beobachteten, um aus ihnen Zeichen für die Zukunft, die kommende Ernte oder ganz einfach das Wetter herauszulesen (was die Landwirte heute übrigens auch noch beim Schwalbenflug tun).
Als Krafttier des Elementes Luft steht der Star als Symbol für Geselligkeit  und Gruppenverhalten aber auch für Schwatzhaftigkeit, Durcheinander und als Boten für kommende Unwetter. Seine Schwärme symbolisieren das Volk, Versammlungen aber auch kriegerische Armeen. Vögel allgemein stehen hier für die Freiheit, Gedankenkraft und Kommunikation.

Stare waren von jeher in der Landwirtschaft willkommen, denn sie fressen Heuschrecken und schützen somit die Ernte.

Stare in der arabischen Traumdeutung bedeuten folgendes:

– auf einem Baum (Geschwätz und Nachrede)
– im Flug (Vorbereitung auf eine Hochzeit)
– singend (eine erfreuliche Nachricht)

Ähnlich ist es in der indischen Traumdeutung: Hier bedeutet der Star die übelste Form von Klatsch – den Verrat.

Ist es nicht erstaunlich, wie sehr dieser Vogel unsere Kulturen seit Jahrhunderten beeinflusst, ohne dass die meisten Menschen überhaupt etwas über ihn wissen? Umsomehr Notwendigkeit besteht, ihn jetzt einmal zum Vogel des Jahres zu küren. Lassen wir ihn hochleben, den “Star” der Lüfte. 

Text: Carola Kickers
 Bildquelle: K.-U. Häßler – fotolia.com #138490262

 

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